Coproduktion teAtrumVII

Jeanne: dark

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Plakat

Stückbeschreibung

Krieg in Vietnam, der erste Mensch auf dem Mond, Nixon wird Präsident. Joan sitzt in einer psychiatrischen Klinik, und Janis ist Jeanne d’Arc. Oder Shirley? Was hat Hannah mit Joan vor? Der Krankenpfleger wäscht dem Dauphin von Frankreich die Haare, die Klinikärzte errichten den Scheiterhaufen.

Joan, nein – Jeanne wird verurteilt.

Diagnose: Schizophrenie, Halluzinationen, Verlust des Realitätsbezugs.

In JEANNE:DARK wird die Geschichte zweier Mädchen verschränkt, die nichts anderes tun, als sich auf ihre Stimmen einzulassen. Ein Verwirrspiel frei nach Motiven aus dem Film „Girl, Interrupted“ und der Geschichte der Johanna von Orléans.

 

„Joan kam nach einem Selbstmordversuch zu uns. Sie leidet an Schizophrenie und ist zwanghaft promiskuitiv. Ihre Krankheit zeichnet sich hauptsächlich durch Halluzinationen aus.“
(Dr. Young, Klinikärztin)

„Ich finde es nicht schlimm, dass Joan oft vor sich hinträumt. Ich tue das auch manchmal.“
(Petula, depressiv)

„Sie hört Stimmen. Und wir wissen, dass sie mit jemandem spricht.“
(Dr. Nash, Therapeut)

„Hübsch? Naja – sie ist nicht völlig gesichtsdeformiert!“
(Cass, Bulimiepatientin)

„Ich begreife einfach nicht, wie ich in dieser Klinik gelandet bin. Okay, ich habe versucht mich umzubringen. Na und? Gehöre ich deswegen ins Irrenhaus? Und diese albernen Fragen, die mir diese Ärzte stellen! Den ganzen Tag lang stopfen sie uns mit Tabletten voll. Wenn man agiert – was für ein Wort! –, dann landet man in der Isolierzelle.“
(Joan, Schizophreniepatientin)

„Ich bin gegen Elektroschocktherapien. Aber das Einwickeln in kalte Laken hat sich bewährt.“
(Dr. Stills, Assistenzarzt)

„Ich finde, Joan benimmt sich völlig normal. Eigentlich sind wir hier alle völlig normal.“
(Shirley, pathologische Lügnerin)

„Janis und Dusty machen mich echt fertig. Zum Glück gehört Joan zu den eher ruhigen Patientinnen.“
(Jimi, Krankenpfleger)

„Ihre Ärzte versuchen ihr einzureden, dass es mich nicht gibt. Na toll! Am Ende glaubt sie ihnen das irgendwann.“
(Hannah, ???)

„Eine ungeheuer kluge und phantasiebegabte junge Frau. Sie sollte nur aufpassen, nicht den Bezug zur Realität zu verlieren.“
(Mr. Garfunkel, Englischlehrer)

„Menschen, die Stimmen hören, sind eine Gefahr für sich und ihre Umwelt. Es ist richtig, sie in eine Anstalt zu sperren.“
(Dr. Crosby, Klinikarzt)

„Manchmal gibt sie mir ihre Abführmittel, weil sie sie selbst nicht nehmen will. Mehr habe ich mit ihr eigentlich nicht zu tun. Ich will hier sowieso mit niemandem etwas zu tun haben.“
(Dusty, depressiv)

„Sie hat mit ihrem Englischlehrer gevögelt. Und sie lässt sich auch gerne von anderen Typen vögeln. Ansonsten ist sie total langweilig.“
(Janis, Soziopathin)

Über teAtrum VII

Die freie Frankfurter Theatergruppe teAtrum VII wurde im Jahr 2000 von sieben theaterbegeisterten jungen Menschen gegründet. Neben experimentellem Theater mit professionellen Schauspielern und Laien hat sich teAtrum VII darauf konzentriert, bestehende Texte zu bearbeiten und in neuen Interpretationen auf die Bühne zu bringen. So werden die Stücke gerne aus mehreren Quellen zusammengefügt und einzelne Szenen einer Produktion von verschiedenen Regisseuren inszeniert.

Das Experimentieren mit Sprache, Bewegung, Musik, Bildern, Räumen, Klängen sowie der Einsatz moderner Medien sind wesentliche Bestandteile der Inszenierungen.

Premiere: 10. März 2006

 

Rolle Darsteller:in
Joan Lena-Mareike Kompa
Hannah Sylvia Kollwicz
Janis Cihan Torun
Shirley Katja Wagner
Petula Mechthild Hofmann
Dusty Virginia Sommer
Dr. Young Inka Meyer
Dr. Crosby Eva-Maria Meyer
Dr. Stills Hansjörg Graf
Dr. Nash Walter Jauernich
Jimi Fabian Kania
Mr. Garfunkel Martin Sonnabend
Jeanne d'Arc Christian Hofmann
Karl VII. Katja Wagner
Charles VII. Martin Sonnabend
Erzbischof Walter Jauernich
Herzogin de la Trémouille Inka Meyer
Herzog de la Trémouille Hansjörg Graf
Blaubart Fabian Kania
Ein Page Virginia Sommer
Dunois Sebastian Hinz
Inquisitor Wiebke Thomas
Bischof Cauchon Sebastian Hinz
Bischof de Courcelles Eva-Maria Meyer
D'Estivet Hansjörg Graf
Graf Warwick Fabian Kania
Bruder Martin Ladvenu Virginia Sommer

 

Funktion Mitwirkende
Produktion & Text Sandra Inhofer
Regie Sascha Weipert
Kostümschneiderei Nora Petkovsek
Kostüme Petra Knobel, Daniela Vollhardt, Sandra Inhofer, Christoph Dornauf
Pressearbeit

Wiebke Thomas

Photographie

Felix Holland

Regieassistenz Peter von Marlin
Lichtdesign Peter von Marlin
Das Kellertheater wird unterstützt von der Stadt Frankfurt am Main (www.kultur-frankfurt.de)