5 von 5 Punkten: Das Stadtmagazin FRIZZ gibt unserer Produktion ein dickes 'Like':
Die Inszenierung des Kellertheaters liefert einen rundum gelungenen Abend: Knackige Dialoge, hohe Dynamik und extrem kurzweilig. Dafür steht der irritierte Blick auf die Uhr am Ende der 85 Minuten (ohne Pause): 'Was - schon vorbei?'
Jürgen Mai
, FRIZZ
, 01.11.2015
Jürgen Richter findet Gefallen an dem "von vierfacher Selbstgerechtigjeit zielstrebig zur völligen Selbstentblößung getriebenen Kabinettstück":
Selten hat man im Kellertheater eine so stimmige und von Spielfreude getragene Komödie gesehen. In dem mit Absurdität und Biss aufgeladenen Stück, in dem die Gutmenschen endlich mal Zähne zeigen dürfen, hat das Ensemble sein kongeniales Thema gefunden.
Jürgen Richter
, FAZ
, 15.10.2015
Das Journal Frankfurt hat uns im Oktober unter die TOP 3 PREMIEREN gewählt. Alexander Jürgs gibt eine klare Kuck-Empfehlung:
Die Inszenierung hat Tempo, ist komisch und kurzweilig. (...) Wer Rezas großartiges Stück entdecken oder wieder sehen möchte, kommt hier sehr auf seine Kosten.
Alexander Jürgs
, Journal Frankfurt
, 01.10.2015
Strandgut-Autor Winnie Geipert freute sich im ausverkauften Haus über das "prächtige Tohuwabohu" und schreibt in der Oktober-Ausgabe:
Wie in einem Boxkampf positionieren sich die Vier in immer neuen Aufstellungen, zunehmend bereit, übereinander herzufallen. Wunderbarer Höhepunkt ist auch hier, wenn Annette das Handy des entgeisterten Gatten in der Blumenvase versenkt und sich dann - wie das Publikum - nicht mehr einkriegt vor Freude.
Winnie Geipert
, Strandgut
, 01.10.2015
Claudia Reinhard von der FR befindet, das Ensemble "erstürmt mit Elan" die Eskalationsstufen des Kammerstücks:
Alle vier Darsteller [laufen] zu Höchstleistungen auf. Sie kotzen leidenschaftlich auf die Kunst, die sie lieben, schimpfen gestenreich, schubsen sich aus ihren Rollen und versuchen dann verzweifelt, wieder hineinzukriechen. Dabei blicken sie immer wieder hilfesuchend in Richtung Zuschauer. Doch die haben keinen Trost für sie, nur lautes Gelächter, das die leise Ahnung übertönen will, wie viel von ihnen selbst gerade auf dieser kleinen Bühne ans Licht gezerrt wird.
Claudia Reinhard
, FR
, 13.09.2015
Winnie Geipert ist sehr von den depraviert-romantischen und schönen Momenten angetan
Ratten am Ruder
[...] Die Begegnungen der depressiven trinkenden Kettenraucherin (Nadja Werner) mit dem sich selbstkasteienden Marathonläufer (Tobias Sütterlin) sind das Highlight. Wer in diesem Tollhaus aufeinander losgelassenen Figuren den Überblick sucht, sollte sich an Sven Kube den immer präsenten Motivator halten, der ruhende Pol der Inszenierung.
Winnie Geipert
, Strandgut
, 06.08.2013
Joachim Schreiner identifiziert einen Schuss Brecht und hebt die Leistung der Schauspieler hervor.
Mit voller Fahrt in die Katastrophe
[...]Das ist Lehrtheater im besten Sinne. Was ziemlich trocken und verquast klingen mag, ist in der Aufführung auch schon mal ein ordentlicher Spaß und der Leistung der Schauspieler zu verdanken. Die teils beklemmende Inszenierung läuft mit der Präzision eines Uhrwerks ab.
Joachim Schreiner
, Frankfurter Neue Presse
, 02.07.2013
Doris Stickler hebt in ihrer Kritik hervor, wie nah unsere Inszenierung an den bereits existierenden Verhältnissen der Arbeitswelt ist:
[...] Das mitreißend gespielte und eindringlich rasant inszenierte Stück macht nur zu deutlich, wie nahe die alptraumhaften Verhältnisse bereits der Wirklichkeit sind. Nicht zuletzt, weil zwei kommentierende Rattengestalten das Ausmaß an Fremdbestimmung und Selbstausbeutung mit handfesten Fakten vor Augen führen.
Doris Stickler
, Frizz Stadtmagazin, Ausgabe
, 01.07.2013
Jürgen Richter lobt die Fülle überraschender wie überzeugender Sentenzen
Eine Schifffahrt ist nicht lustig
[...] Sarkastisch, zynisch, makaber wird diese misanthropische Weltwahrnehmung begründet und lässt keine klassenkämpferische Positionierung zu. (...) Und sie schafft eine spielerisch kommentierende Klammer mit zwei höhnischen Ratten, welche die Käfiggesellschaft tänzerisch umkreisen und immer wieder die Pointen zu ihrem Verhalten liefern.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung, , S.38
, 19.06.2013
Jürgen Richter hebt insbesondere die große Werktreue der Inszenierung hervor, die auf die sozialen Nöte der Zwischenkriegszeit fokussiert:
Brettspiel auf der Bühne
[...] Wie in Falladas Romanvorlage macht dem kleinen Mann nicht nur die Ausbeutung am Arbeitsplatz zu schaffen - es ist die allgemeine Auslieferung des Einzelnen an neugierige Nachbarn, fühllose Eltern, intrigante Kollegen, die ihn lähmt und an der Selbstverwirklichung hindert. [...] Gegen solche Abhängigkeitsverhältnisse begehren die einen auf durch Unvernunft, die anderen machen sich die Regeln des aus Lüge und Betrug basierenden Systems zunutze.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 17.03.2012
Laut Sylvia Staude von der FR schafft es das Kellertheater immer wieder seine Stärken auszuspielen, auch in »Kleiner Mann, was nun?«
Ohne Federlesen
[...] ist es die feine Ensembleleistung eines Theaters [...]. Hans Falladas Roman über die Erpessbarkeit des Arbeitnehmers in Zeiten der Wirtschaftskrise [...] ist immer irgendwo und in irgendeiner Branche aktuell. Sina Hoppe ist Emma, und sie zeigt genau das richtige Maß an Zuversicht und Widerstandskraft. Alle anderen Akteure müssen zwei, drei, vier Rollen ausfüllen, auch mal in sekundenschneller Geschlechtsumwandlung. In der Kellertheater-Inszenierung [...] sind seine Chefs und seine Kunden ein Gruselkabinett aus den eigenen Wohstand so selbstverständlich Nehmenden, dass sie den (ärmeren) Menschen gar nicht mehr sehen. Egoismus ist das Motto der Zeit. Es geht im Keller zügig voran mit dem unaufhaltsamen Abstieg des Johannes Pinneberg.
Sylvia Staude
, Frankfurter Rundschau vom , Feuilleton Seite 24
, 27.02.2012
Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau empfiehlt den Besuch von »Was Ihr Wollt« als Ausgehtipp unter Anderen mit folgenden Worten wegen der Frische und Kurzweiligkeit der Inszenierung.
Das kommt gut: Bühne
[..] Dass beispielsweise William Shakespeares Evergreen 'Was ihr wollt' keine Rarität auf dem Spielplan darstellt, ist kein Hinderungsgrund für den Besuch. Im Gegenteil. [..] Martin Sonnabends Inszenierung für das Frankfurter Kellertheater hat insofern nicht nur den Vorteil, dass sie frisch und gewitzt, unaufwändig und ausgefeilt ist. Sie ist auch vor allem gegen Ende ziemlich zügig. Die längliche Auflösung nach dem Vergnügen - wer ist nun eine Frau, wer ist ein Mann, wer ist miteinander verwandt, wer ist miteinander verkracht und wer wird am Ende heiraten - bereitet damit keineswegs den üblichen Verdruss.
Judith von Sternburg
, Frankfurter Rundschau
, 23.06.2010
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lobt in einer Besprechung unserer Inszenierung von Was Ihr Wollt insbesondere besonders das Vertrauen auf Mimik und Text:
Herz spricht und bricht
William Shakespeares »Was ihr wollt« im Kellertheater
[...]
Die Inszenierung von Martin Sonnabend auf der von weißen Stoffbahnen mal gerahmten, mal unterteilten Bühne macht bewusst, dass die Shakespeare-Texte ohne Bilder auskommen könnten und sich keineswegs antiquiert anhören. Launige Mimik dazu zeichnet die Charaktere schärfer als jede Maske.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 27.05.2010
Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau hält es für ein Glück, ein wie am ersten Tag frisches »Was ihr wollt« auf der Bühne des Kellertheaters gesehen zu haben:
Wie es euch gefällt
[...] Unter der Regie von Martin Sonnabend [...] gestaltet sich das Verwirrspiel also zwanglos und unvermittelt[...] Die feine Musik von Theo Hoffmann macht klar, dass das lange her ist. Geschickte Kürzungen haben zur Folge, daß die Verwicklungen gemütlich, die Entwicklung dann aber zügig vonstatten geht.
[...]Ansonsten hängt alles von den Darstellern ab. So ist es recht [...] den Narren, den Stephanie Manz mit aller erforderlichen Losgelöstheit herumtollen läßt[...] Malvolio von Michael Kehr, der hinter dem peinlichsten Möchtegern-Aufsteiger der Weltliteratur den zagenden Tropf sichtbar macht und dort die Combo seiner Peiniger: Kai Thomas und Volker Schneider als Rüpel von Adel[...] Es gibt keine Ausfälle [...] Das ist starkes Straßentheater im Innenraum.
[...] Spaß an August Wilhelm Schlegels Sprache, die leicht angespitzt wurde. So lässig das alles ist, nichts wird der Schlamperei anheimgegeben.
Judith von Sternburg
, Frankfurter Rundschau
, 25.05.2010
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich in ihrer Kritik zu Inszenierung von Der Kuss der Spinnenfrau mit der düsteren Verließathmosphäre der Inszenierung:
Im Grab verdämmern
Kuss der Spinnenfrau im Kellertheater
[...]
Regisseur Burkhard Sprenker hat das Gewölbe im Kellertheater fenutzt, um die Zuschauer mit den Akteuren in düsterer Verließathmosphäre zu vereinen und mit dem Lichtwechsel den Ablauf der im Grab verdämmerten Tage im Zeitraffer zu ermitteln. Im Hintergrund illustriert eine mit Schwarzlicht herausgeleuchtete Frauengestalt die von Molina eingebrachte Erzählung eines alten Films.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 12.02.2009
Das Stadtmagazin Frizz Frankfurt bespricht unsere Inszenierung als mit folgenden Anmerkungen:
Kuss der Spinnenfrau
Regisseur Burkhard Sprenker hat [...]Der Kuss der Spinnenfrau mit wenigen Hilfsmitteln als packendes Drama inszeniert. Dass die Kollision von Vernunft und Gefühl, von politisch-rationaler Strenge und romantischer Empfindsamkeit zum eindrucksvollen, ja geradezu anrührenden Ringen wird, liegt vor allem an der Authentizität, mit der Volker Schneider und Berhanrd Zarembowicz das ungleiche Paar [...] verkörpern.
Doris Stickler
, Frizz Magazin
, 01.11.2008
Die Frankfurter Neue Presse lobt die Inszenierung der Kuss der Spinnenfrau mit folgenden Worten:
Flucht in die Fantasie
Das Kellertheater Frankfurt zeigt eine gelungene Bühnenfassung von «Kuss der Spinnenfrau».
[...]
Dort nimmt ein eiskalt inszeniertes, psychologisch subtil gezeichnetes Psychodrama, basierend auf einem Buch von Manuel Puig von 1976, seinen Lauf:
[...]
Regisseur Burkhard Sprenker greift, um diese Frau präsent zumachen zu einem eindrucksvollen Trick, indem er sie - Romy Martin - im Off erscheinen und sprechen lässt.
[...]Über sparsam gestreute überraschende Enthüllungen gewinnen die Figuren an Tiefe und allmählich die Sympathie des Zuschauers. Schauspielerisch liefern beide Darsteller wahrlich eine Glanzleistung ab.
Joachim Schreiner
, Frankfurter Neue Presse
, 23.09.2008
Das Stadtmagazin Frizz Frankfurt empfiehlt unsere Inszenierung der Mausefalle mit folgenden Anmerkungen:
[...] Ein weiterer Pluspunkt des Stücks sind die skurrilen Charaktere, die vom Ensemble des Kellertheaters mit viel Witz und Charme dargestellt werden. Allen voran die pingelige Mrs Boyle (Doris Enders) und der unkenventionelle Mr Wren (Karsten Kosciesza). Nicht nur an langen Winterabenden sei ein Besuch der ebenso amüsanten wie spannenden Inszenierung empfohlen.
Antje Kroll
, Frizz Magazin
, 01.02.2009
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich in ihrer Kritik zu Inszenierung von Die Mausefalle insbesondere mit der ästhetischen Umsetzung:
Farbenlehre
Weiß wie Schnee aber ohne einen Tropfen Blut: Das Frankfurter Kellertheater spielt Die Mausefalle
[...]
Die aus weißen Wandelementen und ebenso einfarbigen Möbelkuben gestaltete Bühne gibt nun jeden Darsteller die Möglichkeit, die eigene Farbe der Lüge oder den Pastellton einer harmlosen Unehrlichkeit leuchten zu lassen. Die Farbe des Bluts allerdings lässt Regiesseurin Bettina Sachs nicht mitspielen: Immer, wenn es zur Sache geht, blendet sie ein Schattenspiel ein.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 31.12.2008
Die Frankfurter Rundschau hebt in einer Besprechung unserer Inszenierung der Mausefalle von Agatha Christie besonders die klassisch raffinierte Verstrickung des Kriminalfalls hervor:
Wer's glaubt
Agatha Christies Mausefalle im Kellertheater
[...] Dort aber, im St. Martin's Theatre, hatte es bereits mehr als 23000 Aufführungen. Und es läuft und läuft und läuft...
So wird es im Kellertheater wohl nicht kommen, aber eine Weile wird man Vergnügen haben können an dieser Großmutter aller Whodunits. Auf der engen Kellertheaterbühne wurde gar nicht erst versucht, Monkswell Manor nachzubauen. Die alten Möbel, die die Figuren bewundern, sind weiße Kästen, auf denen man nach Bedarf sitzen kann. Und warum auch nicht: Schließlich geht es darum, zu erraten, welcher der Gäste [...] gekommen ist, um zu morden.
[...] Die Dialoge wurde ein wenig modernisiert. Trotzdem führt die Kellertheater-Inszenierung von Regina [Bettina] Sachs zurück in eine Zeit, als es bei Krimis vor allem darum ging, dass sie möglichst raffiniert gebaut sind. [...]
Sylvia Staude
, Frankfurter Rundschau
, 09.12.2008
Schließlich hebt das Stadtmagazin Frizz Frankfurt unsere Inszenierung als ein Stück des Monats mit folgenden Anmerkungen hervor:
[...]
Zeitgeschichte und persönliche Biografien verweben sich in Simon McBurneys Stück, das auf einer Erzählung von John Berger basiert, zu einem poetischen Stoff, dem Andreas Müllers Inszenierung wunderbar gerecht wird: Die Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen, verkörpern mit großer Selbstverständlichkeit auch Tiere und Pflanzen. Michael Kehr stellt Lucies ebenso widerborstigen wie liebenswerten Charakter mit großer Intensität dar. Die Inszenierung erzählt von der Kraft der Fantasie, die hilft, das Leben zu meistern. persönliches Gesicht.
Antje Kroll
, Frizz Magazin
, 01.06.2008
Und auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung erliegt dem dörflichen Charme der Inszenierung und schreibt:
Passionsspiel auf dem Bauernhof
[...]
Unter der Regie von Andreas Müller kommt das Kellertheaterensemble nie in die Gefahr oberflächlicher Bauernspiele, die Akteure entledigen sich auch der geforderten Grobheit mit Disziplin. [...]
Dass das naturnahe Leben auch seine animalischen Seiten hat, wird mit der Übernahme von Tierrollen durch die menschlichen Darsteller wie selbstverständlich angedeutet. Und wenn sich mit Michael Kehr ein Mann in Kopftuch und weitem Rock der Titelrolle anverwandt hat, wird das ihrer aussichtslosen erotischen Erwartung nur gerecht. Mit seiner holzschnittartigen Mimik zwischen List und Verbitterung gibt er diesem Passionsspiel ein ganz persönliches Gesicht.
Jürgen Richter
, Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 10.04.2008
Das Stadtmagazin Strandgut beschäftigt sich in einer ausführlichen Kritik mit der Inszenierung des Stücks Die drei Leben der Lucie Cabrol und schreibt unter anderen:
Leben nach dem Tod
[...]
Regisseur Andreas Müller findet für jede Unmöglichkeit im Text eine spielerisch anschauliche Übersetzung. Die Berge sind immer nah, über Tisch und Stuhl erklimmen die Schauspieler Gipfel und keinen Augenblick zweifelt man an der Kulisse. Da werden Kühe gemolken, Heu geharkt, Kinder auf die Welt gebracht, alles vor den Augen der verzauberten Zuschauer. Michael Kehr verkörpert die wunderbare Lucie, und er macht das fabelhaft.
[...]
Shirin Sojitrawalla
, Strandgut
, 25.02.2008
Ein weiteres Mal weist die Frankfurter Rundschau auf die Inszenierung von Andreas Müller mit folgenden Worten hin:
Bühne: Das kommt gut
[...]
Die kleinwüchsige Lucie lebt auf dem Land, dort melkt sie, macht Heu, schrubbt den Boden - und das Kellertheater sorgt ohne viel Kulisse oder Requisiten dafür, dass das richtige Bauernhof-Feeling entsteht. [...]
Und Andreas Müller hat jetzt im Kellertheater eine flexible Schauspielerschar dazu gebracht, das Schwein und das Huhn, die Kuh und den Röhrling zu geben, dazu Lucies Familie und Bekannte. [...]
Frankfurter Rundschau
, 21.02.2008
Zur Premiere der Produktion Lucie Cabrol hebt die Frankfurter Rundschau unter anderen Folgendes hervor:
Wo der Hahn kräht
[...]
Mit festen Balken, klaren Linien ist auch die Inszenierung im Kellertheater gebaut. Ein paar Stühle und Holztische, die auch Berg und Bett sind (Bühnenbild: Bernhard Zarembowicz), Blecheimer, darin auch mal die rote Farbe, die die Getöteten markiert, Schuhe, die als Platzhalter dienen für die Toten.
Sehr schnell leuchtet ein, dass die herbe Lucie von einem Mann gespielt wird: Michael Kehr zeigt sie als vom Leben zäh Gemachte - und doch immer noch Träumende. Die anderen Darsteller sind in fliegendem Wechsel und durchweg überzeugend Familie, Dorfschullehrer, Widerstandskämpfer, Kuh, Schwein, Huhn (und Pilz!). Daniel Höfner (Jean) spielt außerdem Maultrommel, wie man es sich passender für dieses Stück nicht vorstellen könnte.
Sylvia Staude
, Frankfurter Rundschau
, 11.02.2008
Die FAZ bespricht die Produktion mit folgenden Aspekten:
[...]Das Kellertheater spielt in der Eigenproduktion 2 rechts - 2 links - 1 fallenlassen die Möglichkeiten durch, die beim Abweichen vom vertrauten Strickmuster in der Zweierbeziehung drohen. Unter Regie von Marion Heim wird nur angedeutet, daß sich die Frau im Beruf gut schlägt, aber ausführlich ausgespielt, daß sich der Mann im Haus vor allem selbst schlägt[...].
Frankfurter Allgemeine Zeitung
, 27.11.2004
Die FNP betont das Feingefühl bei der Umsetzung des Themas:
[...]Marion Heim hat vieles an Konfliktstoffen zusammengetragen, die das tägliche Zusammensein grau werden lassen. Dabei beweist die regieführende Autorin in ihrer Komödie viel Feinefühl, pointierten Witz und Ironie, wenn sie die starren Denk- und Lebensstrukturen ihrer Figuren enttarnt, was nicht immer gelingt. Die Akteure spielen überzeugend. Verleihen doch die Darsteller - auch Gisela Piero in der Rolle der treu ergebenen Gattin des erzkonservativen Herrn Rötzel - ihren Figuren allerhand reizvolle Facetten.
Thomas Ungeheuer
, Frankfurter Neue Presse
, 25.11.2004
Die Frankfurter Rundschau schlägt den Bogen zur Ich-AG:
[...]2 rechts - 2 links - 1 fallenlassen ist ein bemerkenswert anschaulicher Beitrag in einer Auseinandersetzung, der sich keiner entziehen kann, es sei denn, er überdehnt eine Ich-AG bis zur vollendeten Vereinzelung.
Jamal Tuschik
, Frankfurter Rundschau
, 24.11.2004