Felix Mitterers

Ein Jedermann

Regie: Wolf Gerhardt

Plakat
Felix Mitterers “Ein Jedermann” greift den klassischen Jedermann-Stoff nach Hugo von Hoffmansthal auf und wurde von ihm in die Neuzeit fortgedacht und -geschrieben. Für Thomas Jedermann, Erbe und Generaldirektor eines Stahl- und Waffenkonzerns, ist der letzte Tag auf Erden gekommen. Gott Vater, nebst Sohn Jesus und Heiligem Geist, aber auch Tod und Teufel finden sich ein, um Gerichtstag zu halten. Nun war Jedermann Zeit seines Lebens quasi der Prototyp eines macht- und geldgierigen Managers. Während sich der Teufel folglich dessen Seele sicher wähnt, ringt Jesus seinem Vater noch ein paar Prüfungen als Chance zur Besinnung ab. Und es soll ein turbulenter letzter Tag für den ahnungslosen Jedermann werden. Seine Frau versucht sich das Leben zu nehmen, der Sohn wird im fernen Caracas wegen Drogenhandels festgesetzt und auch seine Sekretärin – und Geliebte – setzt ihm die Pistole auf die Brust, endlich sie zur Frau an seiner Seite zu machen. In all das Treiben versuchen Gott Sohn und Teufel gleichermaßen zu Gunsten der eigenen Ziele einzugreifen. Doch auch der Tod wacht unbeirrt, in Gestalt des Bürodieners Heinrich, über das Geschehen. Vom Teufel als vermeintlichem Berater getrieben und von Jesus durch Mutter Jedermann gewarnt, beginnt Jedermann immer mehr sein eigenes Handeln zu reflektieren, wobei Begriffe wie Moral, Schuld und Glaube zusehends in ihrer Bedeutung verschwimmen. Ob seine daraus gezogenen Einsichten reichen, um nach dem Tod Erlösung zu finden und die Frage, was Erlösung überhaupt meint, muss sich allerdings noch zeigen ...

Felix Mitterer (geb. Am 6. Februar 1948 in Achenkirch, Tirol) begann seine Karriere als Autor im Jahre 1970 mit dem Hörspiel “Kein Platz für Idioten”, das im gleichen Jahr im ORF veröffentlicht wurde. Mitterer, der sich selbst als Tiroler Heimatdichter und Volksautor bezeichnet, hat, neben rund 40 Dramen im Genre des österreichischen Volksstücks, auch zahlreiche Drehbücher (u.a. Für die Sendereihe “Tatort”) verfasst.

Darsteller

Gott Vater – Michael Böttcher
Gott Sohn – Sebastian Lange
Gott Hlg. Geist – Vera Nießner
Teufel – Yvo Heinen
Heinrich (Tod) – Martin Spiecker
Jedermann – Pierre Siart
Jedermanns Sekretärin (Buhlschaft) – Stephanie Manz
Jedermanns Mutter – Doris Enders
Jedermanns Frau – Annelie Eichhorn-Pezzi
Armer Nachbar – Christian Brost
Schuldknecht – Alexander Jäckels
Bankdirektor (Mammon) – Mike Marklove
Kanzler (Guter Gesell) – Daniel Silberhorn
Gewerkschaftspräsidentin (Werke) – Daniela Vollhardt
Jedermanns Leibarzt (Dünner Vetter) – Thilo Karbiner
Bischöfin (Dicker Vetter) – Ute Eisfeld

Lichttechnik: Pierre Siart
Ton / Musik: Christian Brost
Kostüme: Ensemble
Bühne: Ensemble
Fotografie: Anja Kühn
Regieassistenz: Vanessa Schäfer

Regie: Wolf Marian Gerhardt Regie: Wolf Gerhardt

Das Kellertheater wird unterstützt von der Stadt Frankfurt am Main (www.kultur-frankfurt.de)