ChanSonntage

ChanSonntage sind eine Reihe, die unregelmäßig Sonntags im Foyer des Kellertheaters stattfindet.

Chanson? Das sind doch diese Lieder, wo man zuhören muss. Ja! Kann sein. Aber auch ein anderes Genre verleitet so sehr zum Zuhören und belohnt das Zuhören so sehr, wie Chansons. Ein Klavier und eine Stimme, mehr bedarf es meistens nicht, um ganze Welten auferstehen zu lassen und ganze Geschichten zu erzählen, die direkt an das Gefühlszentrum des Zuhörers andocken. Ob schwarze Lieder a la Kreisler, die zum Taubenvergiften einladen, die großen Französischen Chansons, die La vie en rose versprechen, unsterbliche Rote Rosen, die es regnen soll, das ewig gültige nur nicht aus Liebe weinen oder die vielen kleinen Fährnisse des Lebens, die in Chansons besungen werden. Ein Chanson erzählt stets eine kleine Geschichte. Eine Geschichte im Detail mit großer Allgemeingültigkeit.

Dieser Königsdisziplin der Kleinkunst öffnet das Kellertheater Sonntags um 18Uhr die intime Bühne seines Cafes. Hier können Sie sich in lauschiger Athmosphäre den Sog des Chansons hingeben, leise Tränen verdrücken oder herzhaft Lachen.

Termine

Termine

Künstler

Programm

So 19. Sep 2010, 18:00Uhr
So 17. Okt 2010, 18:00Uhr
So 14. Nov 2010, 18:00Uhr
Duo Liederlich
Germany Douze Points (die besten Deutschen Beiträge zum Grand Prix)
Samstags abends – frisch gebadet und mit dem Handtuch auf dem Kopf – hört man sie: die Hymne! NANA NANANA NA NAAAA NA NANANANANANANA NANANANANA Es ist soweit. Europa rückt zusammen und wir zu Hause auch: der »Grand Prix d'Eurovision de la Chanson« wird ausgestrahlt. 1956 gab es den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson, heute zum ESC verniedlicht, das erst Mal. Damals schaute und hörte eine gespannte Nation in Gala-Robe, oder zumindest die 1000 Deutschen, die einen Fernseher hatten »Im Wartesaal zum großen Glück«. Seither hat es viele skurrile, seltsame und immer wieder sehr melancholische Chansons gegeben, die Deutschland bei diesem Wettbewerb vertreten haben.

Das Duo Liederlich, Sabine Koch (Gesang) und René Rudile (Piano) hat die schönsten Beiträge zwischen Siegel und Raab zu einer kleinen Zeitreise durch über fünf Jahrzehnte Grand Prix zusammengestellt. Die Interpretationen sind eigen, neu und immer wieder schön und am Ende dürfen die Zuschauer ihrem ganz persönlichen Lieblingslied 12 Punkte vergeben. Gehen Sie gemeinsam mit dem Duo Liederlich auf eine kabarettistische Rückführung in die Zeit, als Sie samstags gebadet haben und Mutti beim Friseur war.

Wir freuen uns auf Sie und auf die zahlreichen Anrufe aus Mallorca und der Ukraine. Österreich?

Die Frankfurter Neue Presse schreibt:
Das Duo Liederlich knöpfte sich Roos' Beitrag zum Grand Prix 1984 vor: »Aufrecht gehen«. Sabine Koch legte bei ihrer ausdrucksstarken Interpretation in die drei bis vier Minuten ihres Gesangs so ziemlich jedes Gefühl einer verlassen Frau: von Schmerz bis zu Stolz und dem zart-zittrigen Aufbruch ins Ungewisse.





5. Okt 08, 18:00Uhr
12. Okt 08, 18:00Uhr
9. Nov 08, 18:00Uhr
18. Jan 09, 18:00Uhr
15. Feb 09, 18:00Uhr
15. März 09, 18:00Uhr
5. April 09, 18:00Uhr
17. Mai 09, 18:00Uhr
14. Juni 09, 18:00Uhr
18. September 09, 18:00Uhr
20. Oktober 09, 18:00Uhr
Duo Liederlich
Ab 40 singt man Kreisler (alles außer Taubenvergiften)
Georg Kreisler, ein Glücksfall für den deutschsprachigen Chanson. Tiefschwarze Texte gepaart mit Nonchalance und Leichtigkeit in der Komposition bringen einen Kosmos an Skurrilität und Witz wie bei kaum einen zweiten Künstler zu Tage. Kein Wunder, dass seine Lieder immer wieder neu interpretiert werden und kaum ein Chansonabend ohne Kreislerkompositionen auskommt. Das Duo Liederlich, Sabine Koch (Gesang) und Rene Rudisile (Piano), zusammen immerhin noch 5 Jahre jünger als Kreisler, sind zu der Erkenntnis gekommen, dass man ab 40 einfach Kreisler singt. Durch über 100 Auftritten gereift bringt nun das Duo Liederlich ein Programm, das zu 100% aus Kreisler-Material besteht. Ganz zu 100%? Lassen Sie sich überraschen.




13. Dez 09, 18:00Uhr
René van Roll
Der will nur spielen
Musikkabarett
von Menschen und anderen Behinderungen

Mit einer bunten Querschnittslähmung entführt er genussvoll in die heitere Welt körperlicher, geistiger und musikalischer Abgründe.

Idee und Musik: René van Roll
Text: Fabian Vogt
Regie: Claudia König